Meidlinger Trainkaserne   vor 1900 

Meidlinger Trainkaserne (seit 1991 „Amtsgebäude Schwenkgasse"; 12, Ruckergasse 62, Schwenkgasse 47), erbaut 1904-1906 auf dem ehemaligen Rosenthalgrund als Kaserne für das Fuhrwesen.
Im Zuge der Kasernentransaktionwurden hierher die Truppen aus den demolierten Kasernen in der Ungargasse (3) und in der Favoritenstraße (4; Holzhofkaserne) verlegt. Die 90.000 m² große Kaserne bestand damals aus zwei Gruppen: dem Stabsgebäude und Mannschaftswohngebäuden für 600 Soldaten sowie aus Stallgebäuden (für etwa 400 Pferde) und Depotgebäuden für 1175 Fuhrwerke); es gab auch eine gedeckte und zwei offene Reitschulen. Der große Kasernenhof diente der Reit- und Fahrausbildung der Soldaten. Nach 1918 nutzten das Bundesheer und später die deutsche Wehrmacht die Kaserne weiter.

Im Zweiten Weltkrieg wurden etliche Objekte zerstört. 1945-1952 wurde die Kaserne von der englischen Besatzungsmacht genutzt und ansehlich an das Landesgendarmeriekommando Niederösterreich übergeben. 1955 wurde das Kasernenareal geteilt: einen Teil (35.000 m²) erhielt das Bundesheer zurück, der andere Teil (54.700 m²) blieb als Meidlinger Gendarmeriekaserne bestehen. Im Lauf der Zeit wurden einige Neubauten errichtet.

1966 wurde der Heeresteil nach zwei ehemaligen österreichischen Bundesheeroffizieren benannt („Heckenast-Burian-Kaserne"), die gegen den Nationalsozialismus aktiven Widerstand geleistet hatten (Franz Heckenast, Karl Burian).
(Quelle: wien.gv.at)