Amtshaus Liesing   1920 

Wo früher die alte Steg- oder Brücklmühle (auch Färbermühle) stand, befindet sich seit 1946 das Magistratische Bezirksamt für den 23. Bezirk mit den Räumlichkeiten der Bezirksvorstehung Liesing und anderen Dienststellen.
Die Mühle wurde im Jahr 1898 abgetragen. Am 4. April 1903 erfolgte die Grundsteinlegung für den Bau des "Liesinger Rathauses". Das nach den Planungen der Architekten Helmer und Fellner im Neorenaissancestil errichtete Gebäude wurde am 7. Februar 1904 eröffnet. Das dreigeschossige Haus ist in barockisierendem Stil verziert. Im Stiegenhaus ist der Schlussstein des Mühlentores mit der Jahreszahl 1588 eingesetzt.

Das Haus bildet im Einzugsbereich des Liesinger Platzes so etwas wie einen historischen Angelpunkt bezirksrelevanter Amtshandlungen.

Damit diese nun auch in einem zeitgemäßen Ambiente vollzogen werden können, wurde in der zweiten Bauetappe der Generalsanierung des Gebäudes im Jahr 2007 nach Absiedelung der Bibliothek im Erdgeschoss Ecke Perchtoldsdorfer Straße/Lehmanngasse ein luftiges Servicecenter eingerichtet, das folgende Aufgaben der Kundenbetreuung der Gemeinde Wien umfasst: Pass-Meldewesen, Staatsbürgerschaftsnachweise, Betriebsanlagen- und Gewerbeberatung, Bürgerservice und die sogenannte Stadtkasse.
(Quelle: wien.gv.at)